Dienstag, 14. November 2017

Teil 5 - Ägypten 2017 - Ausflüge

Wir nähern uns dem Ende meines Ägyptenberichts. Ich habe euch schon ganz viel über Anreise und Hotel berichtet und in diesem Teil werde ich euch erzählen wie aktiv wir im Urlaub waren. Die ganze Urlaubswoche lang nur in der Sonne brutzeln ist für uns nichts. Wenn wir wegfahren, suchen wir zwar Erholung, doch Eindrücke vom Urlaubsland, neue Erfahrungen und etwas Action dürfen nicht fehlen.




Eigentlich sollte es ja ein Familien-Taucherurlaub werden. Mein Ehemann, sein Bruder und dessen Freundin haben alle den Open-Water-Diver (1 Stern). Deswegen wollte ich vor unserem Urlaub ebenfalls den Tauchschein absolvieren. Leider hat mir mein Trommelfell im rechten Ohr einen Strich durch die Rechnung gemacht. Durch den Zwischenfall am 2. Tag unseres Urlaubs (siehe Teil 2 Strand) hatten auch mein Mann und sein Bruder vorerst kein Bedürfnis zu Tauchen und haben es beim Schnorcheln belassen. Dafür haben wir ein paar andere Aktivitäten unternommen.

Zum Beispiel haben wir eine Quad Tour bei dem Anbieter des Hotels gebucht. Mein Mann, unsere Schwägerin und ich bekamen je ein Automatik Quad zugeteilt. Unser Sohn durfte Anfangs zu unserem Guide auf's Quad. Es waren keine anderen Gäste mit dabei. Direkt vom Hotel aus ging es los. Kurz ein paar geteerte Straßen gekreuzt und schon waren wir in einer beeindruckenden Wüstenlandschaft. Die natürlich auch ganz schön staubt. Ohne Mundschutz und Sonnenbrille wird's schwierig. Auf den sandigen Geraden konnte man mal Gas geben und auf ein paar Stellen war's holprig und man wurde kräftig durchgerüttelt.




In der "Geisterstadt", wie sie unser Guide bezeichnete, machten wir eine Pause. Er erzählte uns, wie es kam, dass hier in der Wüste solch verlassene, zerstörte Häuser standen. Man konnte erkennen, dass dort mal eine Schule und ein Krankenhaus stand. Er erklärte uns wie die Menschen zu Wasser kamen. Wir fanden das sehr interessant und hatten auch viele Fragen rund um die Ruinen. Wir fanden alle, er sprach sehr gut Englisch und hat die Geschichte mit Freude erzählt. Er ging auch mit uns ein kleines Stück einen Bunker hinab der im inneren verschüttet ist.





Nach der Erkundungstour machten wir uns auf den Weg zurück ins Hotel. Auf dem Rückweg durfte unser Sohn sogar selbst ans Steuer. Da war er natürlich Feuer und Flamme. Insgesamt waren wir ca. 1 - 1,5 Stunden unterwegs. Das reichte uns mit dem Kleinen völlig. Wir haben pro Quad 20 EUR bezahlt. Es gäbe diese Tour auch als Halbtagesausflug, diese wäre uns für 45 EUR pro Quad angeboten worden. Dann ist man insgesamt 4 Stunden unterwegs, da würde man nach Zwischenstop in der Geisterstadt weiterfahren zu einem Strand. Dort könnte man noch Schnorcheln. Wär sicher auch toll gewesen. Ich kann unsere Variante auf jeden Fall sehr empfehlen. Wir fanden es alle super. Wir hatten zum Beispiel in Tunesien mal eine Quad-Tour auf einer angelegten kurzen, kleinen Strecke. Dort fuhren wir zu 10. in Schrittgeschwindigkeit. Sowas ist total dämlich. Hier hat man Wüste soweit das Auge reicht und durfte auch mal ein klein wenig schneller fahren.





Außerdem haben wir einen Schnorchelausflug gebucht, die sogenannten "Blaue Fahrt". Bei dieser Tour fährt man mit dem Boot mehrere Buchten an. Erster Stop war die Bucht Marsa Mubarak. Es war ein belebtes, schönes Riff, mit glasklarem Wasser. Highlight: Eine Seekuh. Man konnte sie wunderbar fotografieren, weil sie eine ganze Weile seelenruhig Seegras fraß. Irgendwann wollte sie mal kurz an die Oberfläche um Luft zu holen. Was wir dann zu sehen bekamen, war alles andere als schön! Die Leute drängelten sich, um der Seekuh nachzuhetzen, sie hauten sich gegenseitig die Masken mit den Flossen oder Armen von den Gesichtern. Furchtbar! Deswegen und auch wegen der vielen Teilnehmer würden wir diesen Ausflug so nicht mehr buchen. 9 Boote á 25 Personen alle auf einer Stelle beim Schnorcheln. Das ist einfach viel zu viel! Auf dem Boot bekam man dann Mittagessen und es wurden noch 2 andere Buchten angesteuert. Einen Blaupunktrochen haben wir ebenfalls noch gesichtet. Wenn es einen solchen Ausflug mit kleiner Teilnehmerzahl gäbe und versichert werden könnte, dass nicht geduldet wird, dass die Leute den Tieren wie die Verrückten nachjagen, wär es perfekt. Trotzdem faszinierend einmal eine Seekuh in der freien Natur von so nah erleben zu dürfen.






Was auch angeboten wird ist Kamelreiten am Strand. Dies haben wir ebenfalls etwas abgewandelt. Reiten wollten wir nicht, aber immer wenn wir den Mann mit seinen Kamelen entdeckten, haben wir ihn zu uns gewunken. Er hat sich jedesmal zu uns gesellt und seine beiden Kamele durften im Schatten pausieren. Wir haben sie gestreichelt und sie bekamen von uns jedes Mal Obst (haben wir vom Mittagsbuffet mit an den Strand genommen). Am Ende des Urlaubs haben wir dem Kameltreiber ein bisschen Geld zugesteckt, schließlich muss er ja trotzdem von irgendetwas leben.








Ansonsten haben wir keine Ausflüge gemacht. Wir haben uns so wohl in diesem Hotel gefühlt und es tat so gut einfach mal Nichts zu tun, dass wir uns irgendwie nicht dazu aufgerafft haben, mehr zu unternehmen. Aber der nächste Urlaub ist bereits in Planung und da wird es das ganze Gegenteil ;D seit gespannt! Selbstverständlich folgt auch dann wieder ein Reisebericht. Ich hoffe euch haben unsere Ägyptenerlebnisse gefallen und ihr habt sie gern gelesen. Ich kann euch dieses Hotel sehr empfehlen. Gerade mit Kind war es für uns ein Reiseziel, welches das Budget nicht sprengt und trotzdem schönen Strand mit belebter Unterwasserwelt bietet.